#1051

RE: Smalltalk

in Klönschnack 01.07.2020 08:57
von senta99 • 10 Beiträge

Das läuft ja alles noch nicht wirklich perfekt, mein Mann wurde getestet, weil er ins Krankenhaus musste. Gut, macht Sinn. Ich wurde nicht getestet, durfte ihn aber die ganze Zeit besuchen, macht ja schon etwas weniger Sinn, nicht?

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#1052

RE: Smalltalk

in Klönschnack 01.07.2020 13:28
von Büta • 5 Beiträge

Zitat von senta99 im Beitrag #1051
Das läuft ja alles noch nicht wirklich perfekt, mein Mann wurde getestet, weil er ins Krankenhaus musste. Gut, macht Sinn. Ich wurde nicht getestet, durfte ihn aber die ganze Zeit besuchen, macht ja schon etwas weniger Sinn, nicht?


Ich glaube, da ist vieles etwas widersprüchlich. Es scheint ja nicht mal selbstverständlich zu sein, dass Angehörige von Erkrankten getestet werden. Andererseits würde man die Leute, die sich laut App in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben, testen. Durch die Anonymisierung in der App kann man aber bestimmt nicht nachvollziehen, wer der Infizierte war und ob man sich vielleicht mit ihm unterhalten hatte oder ob das nur einer war, der vielleicht im Bus mit Mundschutz 2 Reihen entfert saß.

Angeblich will ja Söder alle Bayern testen. Da bin ich mal gespannt. Auf der Homepage von meinem Hausarzt steht, man kann einen Antikörpertest machen lassen, muss den aber selbst zahlen, 31,12 EUR.
Das sehe ich nicht ein, ich zahle genug Krankenkassenbeiträge.

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#1053

RE: Smalltalk

in Klönschnack 01.07.2020 15:41
von Kathriene von Backsbeern • 23 Beiträge

Sag mal, filia, trägst du zufällig eine orangefarbene jacke?
Dann bist du heute morgen direkt an mir vorbei gefahren.....bäcker, Scheideweg, kurz nach acht.

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#1054

RE: Smalltalk

in Klönschnack 01.07.2020 15:52
von Jaga • 0 Beiträge

Bin mal gespannt wann wir zwei Nürnbergerinnen Büta und ich uns über den Weg laufen.:-)

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#1055

RE: Smalltalk

in Klönschnack 01.07.2020 15:54
von Jaga • 0 Beiträge

Söders neue Idee überreiße ich nicht. Gesetzt den Fall, er testet, auf Staatskosten versteht sich, heute alle BayerInnen, dann weiß er, wer heute infiziert ist. Okay, aber wer clean ist, infiziert sich vielleicht morgen? Also täglich Tests für alle. Weia, das wird teuer. *kopfkratz*

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#1056

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 08:03
von Buga (gelöscht)
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Zitat von Jaga im Beitrag #1055
Söders neue Idee überreiße ich nicht. Gesetzt den Fall, er testet, auf Staatskosten versteht sich, heute alle BayerInnen, dann weiß er, wer heute infiziert ist. Okay, aber wer clean ist, infiziert sich vielleicht morgen? Also täglich Tests für alle. Weia, das wird teuer. *kopfkratz*


genau so ist es.

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#1057

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 08:10
von Buga (gelöscht)
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Hier (Ministädtchen) hatte es vor 2 Wochen eine leichte Panik gegeben. In einem Pizza-/Döner- Abhol-und Lieferservice hat war einer der Mitarbeiter infektiös und dann positiv getestet worden.
die Kontaktpersonen konnten ermittelt werden, auch gab es einen aufruf, wer dort war, solle sich bitte melden.
Insgesamt wurden 300 Menschen getestet, man konnte auch zum eigens dafür eingerichteten Testzentrum einfach so kommen, wenn man Angst hatte sich irgendwo angesteckt zu haben.

300 Menschen wurden getestet, alle waren negativ.
so genau sollen die Tests ja noch nicht sein, oder hat sich daran etwas geändert?

ende April war das noch ein rechtes durcheinander. Es dauerte auch 4-5 Tage bis man das Ergebnis hatte.
Gut, wenigstens das geht heute schneller

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#1058

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 08:18
von Filia • 0 Beiträge

Hallo Ute

Zitat von Kathriene von Backsbeern im Beitrag #1053
Sag mal, filia, trägst du zufällig eine orangefarbene jacke?
Dann bist du heute morgen direkt an mir vorbei gefahren.....bäcker, Scheideweg, kurz nach acht.


Du hättest mich ansprechen sollen! Aber ich war‘s ja nicht! Leider!
Dagegen spricht so Einiges:
KEINE orangefarbene Jacke (NIE! Nur blau!)
Nie beim Bäcker (eigenes Brot und keinen Kuchen!)
Und last but not least: morgens um 8!!! NIE. (Eine Rentnerin liegt da noch!)

Aber wäre ja schön gewesen!

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#1059

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 08:34
von Kathriene von Backsbeern • 23 Beiträge

Zitat von Filia im Beitrag #1058
Hallo Ute
Zitat von Kathriene von Backsbeern im Beitrag #1053
Sag mal, filia, trägst du zufällig eine orangefarbene jacke?
Dann bist du heute morgen direkt an mir vorbei gefahren.....bäcker, Scheideweg, kurz nach acht.


Du hättest mich ansprechen sollen! Aber ich war‘s ja nicht! Leider!
Dagegen spricht so Einiges:
KEINE orangefarbene Jacke (NIE! Nur blau!)
Nie beim Bäcker (eigenes Brot und keinen Kuchen!)
Und last but not least: morgens um 8!!! NIE. (Eine Rentnerin liegt da noch!)

Aber wäre ja schön gewesen!




ja, ich hätte dich auch sofort angesprochen, aber du warst mit dem rad einfach schneller.

hm, dann musst du eine Doppelgängerin haben;-))

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#1060

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 14:46
von Finsterspinne • 0 Beiträge

Was für ein verrücktes Wetter. Gestern hatten wir 33 Grad und heute bewölkt, immer wieder Regen und nur noch 22 Grad.

Wir hatten für heute, mit den Nachbarn von gegenüber, einen Besuch im Hofgut geplant. Mal sehen ob das klappt, wir wollen ja raus sitzen. Sollte es regnen gehen wir halt morgen.
Ich werde Badisches Dreierlei essen. Das sind Bratkartoffeln mit Elsässer Wurstsalat und Kräuterquark...hier Bibbeleskäs genannt.

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#1061

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 20:40
von Blubberblase • 1 Beitrag

Bei uns war heute auch Wetterchaos. Heute Mittag wieder heiß und schwül und eben Platzregen mit Regenbogen. Nun ist wieder alles vorbei

Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen
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#1062

RE: Smalltalk

in Klönschnack 02.07.2020 20:54
von senta99 • 10 Beiträge

So einen schönen Regenbogen gab es hier nicht, aber zur Zeit jeden Abend einen mehr als heftigen Wolkenbruch bekommen wir auch. Aber es regnet auch tagsüber immer mal wieder mehr oder weniger ergiebig, aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, dass Köln im Juni eindeutig ausreichend Wasser bekommen hat.

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#1063

RE: Smalltalk

in Klönschnack 04.07.2020 20:16
von Büta • 5 Beiträge

Zitat von Buga im Beitrag #1057
Hier (Ministädtchen) hatte es vor 2 Wochen eine leichte Panik gegeben. In einem Pizza-/Döner- Abhol-und Lieferservice hat war einer der Mitarbeiter infektiös und dann positiv getestet worden.
die Kontaktpersonen konnten ermittelt werden, auch gab es einen aufruf, wer dort war, solle sich bitte melden.
Insgesamt wurden 300 Menschen getestet, man konnte auch zum eigens dafür eingerichteten Testzentrum einfach so kommen, wenn man Angst hatte sich irgendwo angesteckt zu haben.

300 Menschen wurden getestet, alle waren negativ.
so genau sollen die Tests ja noch nicht sein, oder hat sich daran etwas geändert?

ende April war das noch ein rechtes durcheinander. Es dauerte auch 4-5 Tage bis man das Ergebnis hatte.
Gut, wenigstens das geht heute schneller


Ich glaube, das kommt sehr darauf an, welcher Test das genau ist.

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#1064

RE: Smalltalk

in Klönschnack 04.07.2020 20:38
von Kathriene von Backsbeern • 23 Beiträge

Corona-Test: Wie er funktioniert und wer getestet wird


Ob tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt, kann nur ein Test zeigen. Aber wer bekommt überhaupt einen Corona-Test? Und warum werden nicht einfach alle getestet?

7. Mai 2020


Inhalt

Wie funktioniert der Test?
Wer wird getestet?
Wer testet und wo passiert das?
Wie lange dauert ein Corona-Test?
Welche Corona-Tests gibt es?
Wie zuverlässig ist der Corona-Test?
Was führt zu falschen Ergebnissen?
Reichen die Tests aus?
Wie viele Tests wurden bereits durchgeführt?
Warum werden nicht alle Menschen getestet?
Gibt es einen Schnelltest?
Wofür braucht man Antikörper-Tests?


Wie funktioniert der Test?

Der Nachweis für SARS-CoV-2 läuft über Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum. Der Abstrich kann Erbgut des Virus enthalten. In für die entsprechenden Verfahren geprüften Laboren wird das virale Erbgut durch einen empfindlichen molekularen Test nachgewiesen. Der vollständige und komplizierte Name lautet “Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion” (englisch abgekürzt RT-PCR).

Das Gerät vervielfältigt das wenige genetische Material der Probe in mehreren Zyklen. Durch den Einsatz fluoreszierender Stoffe sieht man, ob die gesuchten Gensequenzen des Virus vorliegen oder nicht.


Wer wird getestet?

Nicht alle Menschen in Deutschland werden bisher auf das neue Coronavirus getestet. Die Kriterien wurden mehrfach angepasst. Derzeit wird getestet, wer

typische, grippeähnliche Symptome zeigt

UND

entweder in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte
oder Vorerkrankung bestehen oder derzeitige Atemwegbeschwerden sich verschlimmern (z.B. Fieber)
oder durch Arbeit oder Ehrenamt (z.B. Krankenhaus oder Pflege) mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 haben.

Die meisten Tests sind negativ

In vielen Fällen ist es in der Tat nur eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe, die Symptome können sich jedoch überschneiden. Nur etwa sechs bis neun Prozent aller Testergebnisse war positiv auf SARS-CoV-2. Gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entscheiden letztlich die Ärzte, ob ein Test durchgeführt wird.

Grundsätzlich sollten sich alle Menschen mit verdächtigen Symptome sofort in freiwillige Quarantäne begebenen – inklusive der Lebenspartner, Familienmitglieder oder Mitbewohner im selben Haushalt.

Die Krankenkasse trägt die Kosten.



Wer testet und wo passiert das?

Grundsätzlich können sich Menschen an unterschiedlichen Orten testen lassen, dazu zählen Hausarztpraxen, Kliniken und speziell eingerichtete Testzentren, mit denen eine Verbreitung in den Wartezimmern verhindert werden soll.

Der wichtigste Hinweis: Im Verdachtsfall sollte man sich vorerst telefonisch melden und nicht einfach eine Arztpraxis oder Klinik aufsuchen. Dort wird man oftmals direkt wieder nach Hause geschickt. Verdachtsfälle sollten sich daher telefonisch entweder an den Hausarzt oder an eine der offiziellen Hotlines wenden. In Deutschland ist das die 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern spezielle Hotlines, an die man sich wenden kann.


Wie lange dauert ein Corona-Test?

Der reine Labornachweis dauert zwischen vier und fünf Stunden. Der gesamte Prozess dauert länger: Von der Probenentnahme bis zu den vorliegenden Ergebnissen vergehen insgesamt zwischen 24 und 48 Stunden.

Hieraus ergibt sich immer ein gewisser Verzug. Die aktuellsten Meldezahlen etwa des Robert-Koch-Instituts spiegeln daher immer einen zurückliegenden Moment wider.

Welche Corona-Tests gibt es?

Mehrere wissenschaftliche Institute und Unternehmen haben Tests entwickelt oder arbeiten an solchen. Verfahren, die bereits zugelassen sind, nutzen dasselbe Prinzip. Der erste Test stammte vom Konsiliarlabor für Coronaviren an der Berliner Charité.

Er wurde angesichts der derzeitigen Epidemie und Pandemie vorläufig von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) akzeptiert. Andere Tests stammen beispielsweise von der University of Washington School of Medicine oder den amerikanischen Centers for Diseases Control and Prevention.

Mittlerweile bieten Hersteller kommerzielle Kits an, mit denen die Testkapazitäten deutlich erhöht werden konnten.


Wie zuverlässig ist der Corona-Test?

Die Genanalysen halten Experten weltweit für robust, sie werden üblicherweise auch für andere Infektionskrankheiten und Nachweise genutzt. Sie sollen grundsätzlich sowohl zuverlässig richtige Treffer anzeigen und falsche Treffer ausschließen.

Im Februar gab es jedoch vermehrt Berichte, dass Patienten verspätet positiv getestet wurden.


Was führt zu falschen Ergebnissen?

Die Corona-Tests untersuchen bestimmte Bereiche der viralen RNA, meist zwei oder mehrspezifische Gene. Wenn diese gefunden werden, fällt der Test positiv aus. Dabei gilt: Je mehr Gene untersucht werden, desto genauer ist der Test.

Ursache dafür ist, dass Coronaviren wie andere auch mutieren und ihre RNA sich verändert. Bisher wird allerdings angenommen, dass das Coronavirus sich nicht so schnell verändert wie beispielsweise die üblichen Grippeviren. Sollte es sich allem Anschein nach jedoch um einen sehr wahrscheinlichen Fall handeln, wird der Test mit einer Probenentnahme aus tieferen Regionen der Atemwege wiederholt.
Menschliche Fehler sind eine große Fehlerquelle bei den Tests

Abstriche aus dem unteren Atemwegsbereich bei Patienten in China haben vermutlich zu Beginn des Ausbruchs zu negativen Ergebnissen geführt, obwohl sie erkrankt waren. In der frühen Phase sollen die Proben aus den oberen Atemwegen, also dem Rachen oder dem sogenannten Nasopharyngeal, entnommen werden – und es muss genug Material gesammelt werden, eine kurze Berührung mit dem Wattestäbchen reicht dafür nicht aus.

Anfällig sind die Tests außerdem, wenn die Proben nicht ordnungsgemäß gelagert oder transportiert werden. Auch das hat in Asien anfangs zu einigen falsch-negativen Proben geführt. Außerdem wurden womöglich einige Tests bei Patienten durchgeführt, die zwar an Grippe oder Erkältung erkrankten, aber erst später am Coronavirus.

Das könnte erklären, warum es mehrere Tests gebraucht hat. Es handelt sich in der Regel aber um Case Reports, also Einzelfälle, nicht um ein grundsätzliches Problem der Testmethode.


Reichen die Tests aus?

Bis Mitte März war die Probenentnahme für mehr rund 35.000 Menschen gemeldet worden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Viele Menschen konnten nicht getestet werden. Anschließend wurde die Testkapazität von anfangs 84.000 auf mehr als 700.000 Tests pro Woche erhöht und damit schon fast verzehnfacht.

Laut dem Robert-Koch-Institut gibt es allerdings lokale Unterschiede, ob genügend Corona-Tests gemacht werden können oder nicht. Je mehr Infektionen in einer Region vorliegen, desto eher kann es dort zu Engpässen kommen, woanders sind dafür Kapazitäten frei.
Pooling kann Testkapazitäten freischaufeln

Ein neuer Ansatz, das so genannte Proben-Pooling, könnte dabei helfen, besonders viele Leute schnell zu testen. Dabei fügen die Labore Teile des Probenmaterials von mehreren Personen zusammen und analysieren es gesammelt in einer Probe. Ist das Ergebnis negativ, sind keine weiteren Einzeltests nötig.

Nur bei einem positiven Test müssen die Einzelproben genauer analysiert werden. Gerade am Anfang der Ausbreitung oder wenn an einem Ort wenig Infektionen bekannt sind, spart das viele Kapazitäten auf.


Wie viele Tests wurden bereits durchgeführt?

Das Robert-Koch-Institut hat in seinen Lageberichten die durchgeführten Tests pro Woche genannt:

bis Kalenderwoche 10: 87.863
Kalenderwoche 11 (09. bis 15. März): 127.457
Kalenderwoche 12 (16. bis 22. März): 348.619
Kalenderwoche 13 (23. bis 29. März): 361.515
Kalenderwoche 14 (30. März bis 05. April): 408.348
Kalenderwoche 15 (06. April bis 12. April): 379.233
Kalenderwoche 16 (13. April bis 19. April): 330.027
Kalenderwoche 17 (20. April bis 26. April): 347.578

Insgesamt wurden bis zu diesem Zeitpunkt fast 2,5 Millionen Tests durchgeführt. Der Anteil an positiven Tests stieg Anfang März 3,1 auf 9,0 Prozent bis Anfang April. Seitdem ist der Anteil der laborbestätigten Fälle wieder auf 5,0 Prozent gesunken.

Was die Daten zu Corona aussagen und was nicht. Mehr dazu hier …
Länder testen unterschiedlich häufig

Die neuen und insgesamten Fallzahlen unterscheiden sich zwischen Ländern sehr stark. Dies hängt maßgeblich davon ab, wie viel und wer getestet wird. Verschiedene Länder haben dazu unterschiedliche Kriterien festgelegt.
Die Testhäufigkeit und -kriterien beeinflussen damit auch die Einschätzung der Sterblichkeit.


Warum werden nicht alle Menschen getestet?

Je mehr Corona-Tests durchgeführt werden, desto weniger unterscheiden sich die laborbestätigten Infektionszahlen und die tatsächliche Zahl der Infizierten, der Dunkelziffer.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber derzeit, die Tests strategisch durchzuführen. Aus diesem Grund werden Menschen ohne typische Symptome für Covid-19 nicht getestet. Hinzu kommt, dass die Kapazitäten für Tests an manchen Orten schneller ausgereizt sind.
Massentests logistisch weder machbar noch sinnvoll

Bei den anfangs maximal 84.000 Tests pro Woche und aktuellen Methoden konnten gar nicht alle Personen gleichzeitig getestet werden. Neuere Testverfahren könnten die Testkapazitäten in den kommenden Wochen erhöhen, mittlerweile hat sich die Kapazität bereits auf mehr als 350.000 Tests erhöht.

Hinzu kommt, dass schon jetzt ein Meldeverzug vorhanden ist. Das bedeutet, dass die Gesundheitsämter die positiven Labornachweise eintragen und weitergeben müssen. Dieser Verzug beläuft sich derzeit auf zwei bis vier Tage.
Alle Personen gleichzeitig zu testen ist sinnlos

Bei einer theoretischen Testung von mehreren Dutzend Millionen Deutschen würde das die Dateneingabe maßlos überfordern. Bis die letzten Daten eingegeben sind, hat sich die reale Infektionssituation bereits wieder verändert.

Außerdem ist der Test nur eine Momentaufnahme. Gesunde Personen können sich auch direkt nach dem Test infizieren. Demnach müsste man regelmäßig alle Menschen testen. Auch das ist logistisch nicht möglich.


Gibt es einen Schnelltest?

Weitere Tests auf Basis der PCR-Methode (also wie beim regulären Test) sind bereits zugelassen oder in Arbeit. Ein neuer kommerzieller Test schafft an einem 8-Stunden-Arbeitstag mehr als 1.000 Tests, im 24-Stunden-Betrieb sind mit bestimmten Geräten bis zu 4.000 Tests möglich. Das liegt weit über den bisherigen Kapazitäten. Wie schnell und wie häufig diese Geräte ab sofort eingesetzt werden, ist nicht bekannt. Andere Hersteller zielen darauf ab, die Testdauer auf etwa eine Stunde zu reduzieren.

Schnelltests testen nach überstandener Infektion auf Antikörper

Andere Schnelltests, vergleichbar mit einem Schwangerschaftstest, kommen für die Früherkennung derzeit nicht zum Einsatz. Sie suchen per Bluttropfen nicht nach den Erregern selbst, sondern nach Antikörpern und geben daher nur einen indirekten Nachweis.

Viele Hersteller haben sehr schnell solche Tests auf den Markt geworfen. Dabei handelt es sich jedoch um Medizinprodukte, die nicht unabhängig geprüft werden müssen. Studien haben verschiedene Methoden und Geräte miteinander verglichen und konnten zeigen, dass die einfachen Schnelltests („lateral flow“-Methode) manchmal nicht zwischen dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und anderen Viren unterscheiden konnten.

Der erste verfügbare Test lieferte nur in etwa 30 Prozent der Fälle richtige Ergebnisse. Ein negatives Ergebnis muss daher eine Infektion nicht ausschließen, denn das Immunsystem bildet die Antikörper beim Coronavirus nach einer Woche, teilweise noch später. Der Testzeitpunkt ist ausschlaggebend, wie zuverlässig das Ergebnis ist. In der Wissenschaft werden negative Tests daher noch einmal mit anderen Methoden bestätigt.
Wissenschaftler arbeiten an neuen Schnelltests

Vielversprechender wären Schnelltests auf Antigene, also Bestandteile des Virus. Mit einem Nachweis des Oberflächenproteins, mit dem das Virus in die Zellen eindringt, würde wie bei der PCR-Methode ein Direktnachweis des Erregers erfolgen. Im besten Fall könnte ein Ergebnis schon nach einigen Minuten vorliegen. Die Antigen-Schnelltests erreichen in der Regel nie die Trefferquote eines genetischen Tests. Das bedeutet, selbst wenn das Ergebnis negativ ausfällt, sollte in Verdachtsfällen eine PCR-Analyse durchgeführt werden.


Wofür braucht man Antikörper-Tests?

Neue sogenannte ELISA-Assays sind treffsicherer und könnten in den kommenden Wochen erste Einblicke dazu geben, wie viele Menschen (un-)bemerkt infiziert wurden und bereits immun sind.

Solch verfügbare Tests zeigen vermeintlich in bis zu 99,9 Prozent der Fälle richtig an, ob Personen Antikörper haben. Allerdings weichen Herstellerangaben und Untersuchungsergebnisse von Wissenschaftlern immer wieder voneinander ab. Meist liegt die Trefferquote niedriger.
Die Trefferquoten unterscheiden sich

Bei rund 90 Prozent und mehr sollen sie richtig festellen, wenn keine Antikörper vorliegen. Das Problem: Je größer die Stichprobe und je geringer der Anteil an immunen Personen, desto mehr falsche Ergebnisse entstehen. Von einer Million Untersuchten ohne vorherige Infektion würde ein Test mit 90-prozentiger Genauigkeit 100.000 Menschen fälschlicherweise als immun kennzeichnen.

Tests auf Antikörper könnten jedoch Hinweise darauf liefern, wie viele Menschen bereits eine Immunität gegenüber dem SARS-CoV-2 aufweisen. Für eine epidemiologische Betrachtung kommen diese serologischen Tests anhand von Blutproben durchaus infrage. Das Robert-Koch-Institut bittet daher, auch Blutserum von Patienten zu sammeln.

Welche Antworten die Antikörpertests aus der Heinsberg-Studie liefern, haben wir hier erklärt.

Wichtig ist jedoch die Frage, wie treffsicher die Tests sind. Derzeit liegen sie bei über 95 Prozent, teilweise höher. Negative Tests werden bislang üblicherweise durch weitere Tests bestätigt.


Autor: Mathias Tertilt

zuletzt bearbeitet 04.07.2020 20:41 | nach oben springen

#1065

RE: Smalltalk

in Klönschnack 05.07.2020 08:40
von senta99 • 10 Beiträge

Guten Morgen!
Es ist düster und mal wieder waschküchig, macht nix, wir bleiben ohnehin daheim.

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